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Sanierung von Altbauten in Berlin

Wenn der Wohnraum knapp wird, weil es einfach zu wenig bewohnbare Wohnungen gibt, dann sind Sanierungen eine Möglichkeit, um alte Immobilien wieder aufleben zu lassen. Die Baulobby sieht darin nur wenig Sinn und würde lieber abreißen und neu bauen. Altbauwohnungen müssen mit diversen Vorurteilen kämpfen: zu kleine Fenster, sehr enge Bäder, schlechte Dämmung und dann noch kleine Zimmer mit niedrigen Decken. Es gibt Altbauwohnungen, auf die das tatsächlich zutrifft und die daher keine neuen Mieter mehr finden. Eine Studie des Pestel-Instituts in Hannover besagt nun, dass es nicht sinnvoll ist, diese Immobilien zu sanieren und sie stattdessen abgerissen werden sollten. Das sei nicht nur einfacher, sondern auch noch billiger. Doch die Ergebnisse dieser Studie sollten nicht verallgemeinert werden. Ob der Abriss tatsächlich die beste Möglichkeit ist, entscheidet der Einzelfall, denn nicht jeder Altbau ist nicht zu retten. Die Frage ist auch immer, wie hoch dürfen die Sanierungskosten sein bzw. mit welcher Miete ist im Ergebnis zu rechnen. Gut sanierte Altbauwohnungen sind beliebt und erzielen in Berlin hohe Mietpreise.

Kostenkalkulation bei Altbausanierungen

Die Grenze der lohnenswerten Sanierung liegt laut der Studie aus Hannover bei etwa 2500 € Sanierungskosten pro Quadratmeter. Diese können schnell erreicht sein, da bei einer Sanierung mit den Gegebenheiten gearbeitet werden muss. Daher werden im Vorfeld einer Entscheidung Sachverständige hinzugezogen, um auf der einen Seite den Wert und auf der anderen Seite die zu erwartenden Kosten für eine Sanierung zu bewerten. Es muss entschieden werden, welche Arbeiten sinnvoll sind und welche eventuell auch auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden können. Einfache Renovierungen um die Wohnungen wieder etwas moderner erscheinen zu lassen, sind schnell und günstig umsetzbar. Größere Sanierungen mit einer Modernisierung von Bad und Küche, einem Austausch der Fenster oder einer energetischen Sanierung sind da im Vergleich deutlich aufwendiger und eben auch kostenintensiver. Hier zeigt sich deutlich, wie viel tatsächlich vom Status Quo abhängt.

Für diverse Altbauten in Berlin sind diese Kalkulationen und Bewertungen bereits erfolgt. Im Ergebnis droht zahlreichen Nachkriegsimmobilien der Abriss, da sich eine Sanierung nicht mehr lohnt. Das Problem ist, dass es einfach zu wenige Wohnungen gibt, die sich auch für ältere Bewohner eignen. Allein in Berlin-Mitte sind es knapp 6000 Wohnungen, die fehlen, und in Tempelhof-Schöneberg sind es sogar rund 8500 Wohnungen. Um hier Abhilfe zu schaffen, sollen zahlreiche Immobilien aus den 50er bis 70er Jahren abgerissen werden, da eine Vollsanierung auf heutigen Standard und zudem altersgerecht einfach zu kostenintensiv wäre. Das Problem sind die fehlenden Alternativen, denn Berlin wächst und die Häuser der Stadt können bei diesem Tempo nur bedingt mithalten.

Berlin-Spandau wächst weiter

Berlin-Spandau ist ein Bezirk, der insbesondere von Berlinern oft verkannt wird. Für viele liegt er zu weit draußen und ist allein aufgrund seiner Zentrumsferne schon uninteressant. In Spandau ist einfach nichts los, so die oft verbreitete Meinung. Szeneclubs sucht man hier tatsächlich vergebens, doch der Bezirk wartet mit anderen Vorteilen auf. Hier gibt es zahlreiche Seen und Parks, auch die Altstadt mit ihrem Fachwerk ist sehenswert. Der Wohnraum ist bezahlbar und kann wahlweise gemietet oder auch gekauft werden. Dabei gibt es neben Wohnungen auch verschiedene Reihen- oder sogar Einfamilienhäuser im Bezirk.

By A.Savin (Wikimedia Commons · WikiPhotoSpace) (Own work) [FAL or CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

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Die Verkehrsanbindung Berlin-Spandaus ist ebenfalls sehr gut. Der Flughafen Berlin-Tegel ist hier gleich um die Ecke und mit der U7 gelangt man direkt nach Kreuzberg oder zum Kudamm. Wer nicht mit der U-Bahn fahren möchte, kann auch den Regionalexpress nehmen und ist bereits nach nur 14 Minuten mitten in Berlin am Potsdamer Platz. Mit der S-Bahn sind es auch zum Olympiastadion lediglich 10 Minuten. In Spandau lässt sich also durchaus etwas unternehmen, wenn man vor die Tür geht.

Sehenswürdigkeiten in Berlin-Spandau

Berlin-Spandau bietet eine ganze Reihe von interessanten Sehenswürdigkeiten, Parks und diversen Seen. Die Altstadt des Bezirks mit ihren alten Bauten bildet dabei dessen Zentrum, wobei von dem ursprünglichen Charme aufgrund zahlreicher Sanierungen nicht mehr so viel zu sehen ist wie vor dem Zweiten Weltkrieg.

Dennoch befinden sich hier gleich mehrere historische Sehenswürdigkeiten Spandaus. Eine von ihnen ist die dreischiffige St.-Nikolai-Kirche im gotischen Baustil. Sie wurde im 14. Jahrhundert erbaut. Ein ebenfalls sehr bekanntes Gebäude in Spandau ist das Gotische Haus, welches ebenfalls in der Altstadt zu finden ist und heute das stadtgeschichtliche Museum beherbergt.

In Berlin-Spandau gibt es allerdings mehr als nur architektonische Sehenswürdigkeiten. Der Bezirk hat diverse grüne Oasen und einige schöne Seen mit Badequalität. Einer von ihnen ist zum Beispiel der Stößensee, der eigentlich nur eine Ausbuchtung der Havel ist. Er liegt zwischen dem Forst Grunewald und Pichelswerder. Hier sind gleich mehrere Segelschulen und -vereine anzutreffen, sodass insbesondere an den Wochenenden immer einiges los ist.

Wer einen etwas ruhigeren See sucht, der sollte den Sacrower See besuchen. Er steht unter Naturschutz, sodass Angeln und auch Bootsfahren hier verboten ist, sofern man keine Sondergenehmigung besitzt. Rund um den See gibt es jedoch eine wunderbare Wanderstrecke, ideal auch zum Joggen oder Spazierengehen.

Immobilien in Berlin-Spandau

Berlin-Spandau gehört zu den wenigen Bezirken der Stadt, in denen die Mietpreise nicht deutlich gestiegen sind. Tatsächlich gab es hier 2015 noch ein gutes Angebot an Wohnraum mit einem Kaltmietpreis von weniger als 6 € pro Quadratmeter. Dieser ist in vielen anderen Bezirken so gar nicht mehr zu finden. Grund ist das oft sehr geringe Angebot an freien Wohnungen.

In Spandau werden daher neue Wohnbezirke geschaffen. Eines der neusten Projekte ist der Umbau der nicht mehr genutzten, britischen Kasernen in Spandau. Zu ihnen gehören die Brooke-Barracks wie auch die Wavell-Barracks, welche nun saniert und nach Fertigstellung als Wohnraum genutzt werden sollen. Auf dem Gelände der Haig-Kaserne entstehen dagegen vollkommen neue Wohngebäude. Die alten Objekte wurden bereits abgerissen und der Bau der sogenannten „Pepitahöfe“ hat begonnen. Bei ihnen handelt es sich zwar um Mehrfamilienhäuser, dennoch hat die Stadt ein Konzept entwickelt, um den grünen Charme des Bezirks auch hier beizubehalten. Aus diesem Grund wird zum Wohngebiet, neben mehreren öffentlichen Spielplätzen, auch eine begrünte Promenade gehören. Autos müssen komplett draußen bleiben und auf einem der Parkplätze an der Mertensstraße oder in einer der Tiefgaragen abgestellt werden.

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Berliner Bauland in der zweiten Etage

Bauland ist in Berlin ein knappes Gut. Ein Großteil befindet sich in privatem Besitz und ist daher für den Wohnungsbau nicht oder nur sehr schwer verfügbar. Eine neue Idee ist es nun, die Dächer der Supermärkte Berlins zum Bauland zu erklären. Auf einem Discounter in Steglitz entstehen bereits 60 neue Wohnungen. Aktuelle Prognosen rechnen mit einem Bevölkerungswachstum auf etwa 4 Millionen Menschen, die bis 2030 in Berlin leben werden. Weitere Wohnungen sind daher unverzichtbar. Schätzungen zufolge müssen etwa 300.000 – 400.000 Neue gebaut werden, um den Bevölkerungsanstieg bewältigen zu können.

Viele Supermärkte befinden sich in Flachbauten und verschenken damit wertvollen Platz für Wohnungen. Nun ist es natürlich keine Alternative einen Supermarkt mit mehreren Stockwerken zu bauen, Wohnungen einfach über einen Supermarkt zu setzen dagegen schon. Fast jeder Bezirk Berlins verfügt über Supermärkte, die sich für ein Bauprojekt wie in Steglitz eignen. Ob sich ein Markt dafür eignet, hängt in erster Linie von seiner Grundfläche ab und einem Marktbetreiber, der dem Projekt aufgeschlossen gegenübersteht. Die Bausubstanz der Märkte ist oft zu schwach um mehrstöckige Gebäude zu tragen, sodass auch am Markt selbst Arbeiten notwendig sind. Das funktioniert nur, wenn der Betreiber mitzieht und die Vorteile eines solchen Projektes erkennt. In Steglitz hat man sich schnell geeinigt. Die Arbeiten am Fundament wurden nach Ladenschluss durchgeführt und eine Verstärkung der Stützen durch den Markt bis ins Fundament umgesetzt. Alternativ hätte man den Markt auch einfach abreißen und neu bauen können, doch in Steglitz entschied man sich für eine enge Zusammenarbeit, die den Verkauf im Markt nicht eingrenzte.

Potenzial erkannt – erste Projekte laufen

Doch auch wenn Steglitz als eine Art Pilotprojekt für die Nutzung von Supermarktdächern für neue Wohnungen angesehen wird, so ist es doch nicht die erste Idee in diesem Bereich. Der Einzelhandel selbst ist ebenfalls im Wandel und hat die Möglichkeiten seiner Flachdächer erkannt. Einige Ketten setzen bereits auf kleinere Filialen mit einem abgespeckten Sortiment. Die Standortwahl ist mit dieser Flexibilität deutlich einfacher und der Weg zum Kunden kürzer.

Aber nicht jeder denkt in kleineren Verkaufsflächen. Im Prenzlauer Berg wurden auf einer Lidl-Filiale zum Beispiel acht Wohnungen mit jeweils 115 Quadratmetern gebaut und auch in Tegernsee hat ein Discounter 17 Wohnungen auf seinem Dach geschaffen. Die Etage direkt über der Verkaufsfläche wird an eine Akademie für Kampfkünste vermietet. Daraus ergeben sich ganz andere Synergien als bei kleineren Filialen. Bewohner aus den darüber liegenden Wohnungen, gehen eher im Supermarkt einkaufen. Das ist zwar nur ein kleiner Vorteil, doch die Attraktivität dieser Filialen nimmt in der Ansicht der umliegenden Berliner oft zu.

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Rauchmelder werden zur Pflicht in Berlin

Brandschutz ist ein wichtiges Thema in Wohngebäuden aber auch öffentlichen Einrichtungen und Gebäudeimmobilien. Rauchmelder sind zwar ein sinnvolles Produkt in Sachen Brandschutz, dennoch waren sie bisher nicht überall Pflicht. Das Berliner Abgeordnetenhaus hat hier jetzt allerdings nachgezogen und Rauchmelder in allen Wohnräumen sowie Schlaf- und Kinderzimmern zur Pflicht gemacht. Die Küche ist dagegen von der Pflicht ausgenommen, da Herd und Backofen schnell einen Fehlalarm auslösen können. Für Neubauten ist die Verordnung bereits verbindlich, doch bis 2020 sollen auch alle älteren Wohnungen in Berlin mit Rauchmeldern ausgerüstet sein.

Mit seiner Entscheidung ist Berlin eines der letzten Bundesländer, das die Installation der Rauchmelder zur Pflicht erklärt. Viele der anderen Länder sind hier bereits deutlich weiter und hatten, wie auch Berlin, mit den ersten Gegenwinden zu kämpfen. In Köln beispielsweise ist ein Mieter vor Gericht gezogen, da er sich durch den Einbau der intelligenten Rauchmelder in seiner Wohnung überwacht fühlte. Auch in Berlin wurden diese Bedenken geäußert, da Viele den Datenschutz bei Rauchmeldern mit einer Fernüberwachung bedroht sehen. In Köln hatte der Mieter keinen Erfolg, da nicht nachgewiesen werden konnte, inwiefern die Rauchmelder tatsächlich Daten über ihn sowie seine Verhaltensweisen sammeln und an Dritte weiterleiten. Dennoch wurde klargestellt, dass gerade bei den immer intelligenter werdenden Geräten das Thema Datenschutz keinesfalls vernachlässigt werden dürfte. Eine Fernüberwachung bringt ihre Vorteile, da meist keine Wartungstermine u. ä. vereinbart werden müssen. Dennoch dürfen diese nicht zum Nachteil für die Mieter werden.

Berliner Feuerwehr hatte Rauchmelderpflicht bereits lange gefordert

Die Feuerwehren Berlins sind erleichtert, dass die Pflicht Rauchmelder zu installieren, endlich auch für die Bundeshauptstadt beschlossen wurde. Sie sieht den Nutzen der Melder insbesondere in der Nacht, da dann die meisten Brandopfer verzeichnet werden. Oft sind nicht die Verbrennungen das Problem, sondern die giftigen Dämpfe. Viele Menschen ersticken einfach, da sie die im Schlaf drohende Gefahr nicht riechen können. Rauchmelder warnen mit einem lauten Piepton, der betroffene Opfer aufweckt und so Leben retten kann.

Gerade in der Weihnachtszeit nimmt die Brandgefahr aufgrund der Adventsgestecke und Weihnachtsbäume noch einmal deutlich zu. Jedes Jahr verzeichnet die Feuerwehr rund 30 bis 40 Brände, die ausschließlich auf diese Ursachen zurückgeführt werden können. Mit Rauchmeldern sinkt die Gefahr deutlich, da Brände von Bewohner früher erkannt und ggf. sogar selbst gelöscht werden können. Jedem ist bewusst, dass mit der Rauchmelderpflicht auch Kosten entstehen, wobei schon geklärt ist, dass die Kosten zunächst vom Vermieter getragen werden sollen, aber auf die Miete umgelegt werden dürfen.

Wichtiger ist es jedoch, die Risiken dem Einzelnen bewusst zu machen, zumal die Kosten für die Sicherheit vergleichsweise gering sind. Rauchmelder kosten mit Beschaffung und Installation rund 115 € und dann noch einmal 30 € pro Jahr für die Wartung. Nach Ansicht der Berliner Feuerwehr sind dies vertretbare Kosten im Vergleich für den Vorteil des besseren Brandschutzes.

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Grundstückspreise in Berlin

Der Wohnraum in Berlin ist immer knapper und neue Bauprojekte sind daher zwingend notwendig, um die Lage zu entspannen. Insgesamt will die Stadt mehr als 60.000 neue Wohnungen in den nächsten zehn Jahren bauen, um Abhilfe zu schaffen und die Mietpreise zu entspannen. Mit den Mietpreisen sind allerdings auch die Grundstückspreise in Berlin deutlich gestiegen. In Schmargendorf stieg der Preis pro Quadratmeter beispielsweise auf 1500 € bei Grundstücken für Reihen- und Einfamilienhäuser. Auch die Preise in der Hagenstraße am Grunewald sind mit 1800 €/qm deutlich gestiegen. Andere Bezirke können dagegen noch als vergleichsweise günstig angesehen werden. Im Westend stieg der Grundstückspreis beispielsweise von 750 € „nur“ auf 900 € pro Quadratmeter. Und auch ein Grundstück in der Gabrielenstraße in Tegel ist dagegen mit 310 €/qm geradezu ein Schnäppchen.

Berlin ist jedoch nicht als einzige deutsche Stadt von den steigenden Quadratmeterpreisen betroffen. Auch Frankfurt, Hamburg und München verzeichnen jedes Jahr steigende Preise für das Bauland. In keiner der genannten Städte ist der Anstieg jedoch so hoch wie in der Bundeshauptstadt.
Innerhalb des S-Bahn-Rings der Stadt haben die Kosten im Vergleich zu 2015 um satte 50 % zugelegt. Frankfurt am Main kommt dagegen auf einen Anstieg von lediglich 27 % und das auch noch über die letzten zwei Jahre betrachtet. Die Ursache wird jedoch nicht im steigenden Zustrom der Städte gesehen, sondern vielmehr an den Eigentümern der verfügbaren Grundstücke. Viele halten diese bewusst zurück und treiben die Quadratmeterpreise so in die Höhe.

Hier sind Spekulanten am Werk

Das Bauland ist in Berlin nicht erst seit gestern knapp bemessen. Dennoch spitzt sich die Lage immer mehr zu. Immer mehr Menschen zieht es in die Großstadt, das treibt die Preiserhöhung sowohl bei den Mieten wie auch beim Bauland an. Mehr Platz gibt es dadurch allerdings nicht – eher weniger. Zahlreiche Investoren aus dem In- und auch Ausland sehen Berlin daher als interessanten Platz für ihre Investitionen.

In 2015 wurden beispielsweise insgesamt 22.000 Bauvorhaben genehmigt. Gerade einmal 12.500 Wohnungen wurden jedoch fertiggestellt. Rund 40 % wurden gar nicht realisiert. Oftmals werden freie Grundstücke von Investoren erworben. Sobald die Baugenehmigung vorliegt, werden Sie teurer weiterverkauft. Das Ziel liegt hier nicht im Bau, sondern im Gewinn – zum Leidwesen der Grundstückspreise und der Wohnungssuchenden.

Insgesamt 16,8 Mrd. Euro wurden im vergangenen Jahr mit Grundstücken umgesetzt, bei nur etwa 32.400 Verkäufen. Das ist ein historisches Rekordhoch auf dem Immobilienmarkt Berlins. Einen besonders großen Anteil haben hier Geschäfts- und Bürogebäude, bei denen Einzelverkäufe im Verhältnis einen deutlich höheren Einfluss haben. Dies ist für den Senat der Stadt nur bedingt ein Problem. Kritischer ist dagegen der ebenfalls gestiegene Richtwert für Grundstücke für Mehrfamilienhäuser. Diese sind für den Wohnungsbau innerhalb Berlins unverzichtbar und machen die Bauprojekte der Stadt zusätzlich teurer. Zudem gehören nur etwa 15 % der in Frage kommenden Grundstücke dem Land, die übrigen befinden sich in privatem Besitz. Das erschwert es der Stadt deutlich, bezahlbare Wohnungen für Geringverdiener zu schaffen.

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Mietpreisentwicklung in Berlin

Die 2015 beschlossene Mietpreisbremse sollte ein ungebremstes Ansteigen der Mieten in Deutschlands Städten verhindern. Wer eine Wohnung neu vermietete, darf den Mietpreis maximal 10 % über der vor Ort üblichen Miete ansetzen. Die reale Entwicklung der Mieten in Berlin sieht allerdings anders aus. Die Mieten sind im Vergleich zu den Vorjahren sogar bedeutend schneller angestiegen, ganz im Gegensatz zu den Gehältern. Natürlich gibt es auch Regionen, in denen die Mietpreisbremse funktioniert. Berlin gehört aber leider nicht dazu.

Die Ursache der schnell angestiegenen Mietpreise liegt allerdings nicht an den Fehlern im Gesetz, sondern in der so nicht erwartet, hohen Nachfrage. Die Zahl der Studenten ist in Berlin gestiegen und nur Wenige ziehen nach ihrem Studium wieder weg. Gleichzeitig sorgt der Flüchtlingsstrom aus aktuellen Krisengebieten für ein stärkeres Bevölkerungswachstum in der Hauptstadt. Das Angebot an freien Wohnungen kann da kaum mithalten, denn auch wenn regelmäßig neue Wohngebiete genehmigt werden, so dauert es doch einige Monate oder gar Jahre bis zu ihrer Fertigstellung.

Angebot und Nachfrage – des einen Leid ist des anderen Vorteil

Leerstand gibt es in Berliner Wohnungen kaum bis gar nicht mehr. Eine neue Wohnung ist schwer zu finden und die Mietpreise steigen aufgrund des großen Andrangs. Insbesondere die Mieten für Altbauwohnungen sind im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Längst hat das Problem der Wohnungsnot dadurch auch Durchschnittsverdiener erreicht. Selbst kleinere Wohnungen bis 90 Quadratmeter sind im Vergleich zu vorher deutlich teurer geworden. Die gestiegenen Preise freuen natürlich die Vermieter, denn lange waren die Einnahmen und Werte von Immobilien nicht mehr so hoch.

Ein Problem wird in den im Gesetz fehlenden Strafen gesehen, sofern sich Vermieter nicht an die Vorgaben der Mietpreisbremse halten. Es ist schön und gut, wenn einige das Gesetz berücksichtigen, doch leider hält sich eben nicht jeder daran. Wer sich nicht an die Vorgaben hält, muss maximal die zu viel berechnete Miete erstatten. Weitere Folgen hat der Rechtsbruch für den Eigentümer bzw. Vermieter nicht. Die Erfahrung zeigt zudem, dass kaum ein Mieter sein Recht auf einen günstigeren Mietpreis auch vor Gericht einfordert. Zu erleichtert sind viele, endlich eine vernünftige Wohnung in Berlin gefunden zu haben.

Bezirke greifen zum Milieuschutz, um Abhilfe zu schaffen

Was die Politik nicht schaffte, versuchen Bezirke nun mit dem Beschluss des Milieuschutzes umzusetzen. Erst im Juli 2016 wurde in Berlin-Friedrichshain für das Quartier eine soziale Erhaltungsverordnung beschlossen. Diese soll ein unkontrolliertes Ansteigen der Mieten verhindern und den Bezirk so auch für die derzeitigen Bewohner weiterhin attraktiv halten. Beim Schaffen neuen Wohnraums sollen künftig keine zusätzlichen Leistungen, wie ein zweiter Balkon, eine Einbauküche oder eine Terrasse mit mehr als 4 Quadratmetern, geben. Große Wohnungen dürfen zudem nicht mehr aufgeteilt und Kleinere nicht zusammengelegt werden. Das soll eine Luxusmodernisierung der Immobilien und die daraus resultierenden steigenden Mietpreise unterbinden. Bewohner des Bezirks begrüßen diese Bemühungen, versprechen sie im Vergleich zur Mietpreisbremse doch tatsächliche Hilfe.

Die Resonanz ist gut und auch andere Bezirke Berlins greifen bereits zum gleichen Mittel. Neukölln hat zum Beispiel gleich für drei Gebiete einen Milieuschutz beschlossen. Auch in Berlin-Mitte gibt es inzwischen gleich fünf Quartiere mit Milieuschutz, Weitere werden geprüft.

Dennoch gibt es auch erste Kritiker. Manch einer hatte bereits viel früher den Milieuschutz gefordert, andere sehen darin einen eklatanten Eingriff in das Eigentum anderer. Man spricht von wirksameren Mitteln, um die Mietpreise stabil zu halten, als den Eigentümern vorzuschreiben, wie die Wohnungen gestaltet werden müssen. Wie diese jedoch konkret aussehen sollen, wird nicht verifiziert.

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Fassadenkunst in Berlin – mehr als nur Graffiti

Fassadenkunst ist mehr als nur einfaches Graffiti. Es sind keine mal mehr mal weniger bunten Schriftzüge an den Mauern Berlins, sondern durchdachte und oft tiefgründige Wandbilder, welche die trostlose Ansicht der Bauten etwas auflockern sollen.

Das erste Wandbild in Berlin wurde von Ben Wagnis entworfen und nennt sich „Weltbaum – Grün ist Leben“. Seit 1975 ziert es ein Gebäude in der Bachstraße, an der Ecke Siegmunds Hof. Bis 2006 folgten diesem ersten Bild zahlreiche weitere Kunstwerke in dieser Form. Nicht alle überdauerten diesen Zeitraum, denn die Lebensdauer eines Wandbildes beläuft sich im Durchschnitt nur auf etwa 15 bis maximal 20 Jahre.

Auch wenn die Wandbilder und andere Fassadenkunst erst in den 70er Jahren ihren Weg nach Deutschland fanden, so sehen sie doch auf eine bedeutend längere Geschichte zurück. Wandmalerei gab es bereits in der Eiszeit, wie verschiedene Höhlenmalereien belegen.

1972 entstand dann das erste Wandbild in Bremen und mit seinem Weltbaum in der Bachstraße zog Berlin 1975 nach.

Viele der Fassadenbilder dieser Zeit entstanden durch Wettbewerbe und andere Programme des Berliner Senats. „Kunst am Bau“ oder auch „Farbe im Stadtbild“ sind nur zwei der Projekte der damaligen Zeit. Da die Fassadenkunst ohne Zensur dem öffentlichen Raum zugänglich war, wurde sie gern auch für Proteste genutzt. Große Impulse kamen daher auch aus der Hausbesetzerszene in Berlin. Sie nutzten die Fassaden für Wandbilder mit einem klaren Protest gegen aktuelle Geschehnisse. Diese sorgten teils für sehr heftige Reaktionen auf den Berliner Straßen und machten die Fassadenkunst immer wieder zum Thema in den Medien.

Viele der Bilder aus diesem Bereich haben die Zeit allerdings nicht überstanden. Die Ursache liegt insbesondere am fehlenden Denkmalschutz für die Wandbilder, welcher das Entfernen trotz der Proteste seitens der Bevölkerung verhindert hätte. Auch im 21. Jahrhundert ist die Fassadenkunst unabhängig von ihrer Qualität nicht geschützt und kann bei Sanierungen oder auch durch weitere Bauten zerstört oder gar komplett entfernt werden.
Nicht alle Bilder können und sollen erhalten bleiben, so die Meinung der Politik. In der Uhlandstraße verschwindet aktuell eines der bekanntesten Wandbilder Berlins. Eine große Sanierung steht an. Der Komplex wird zu Bürogebäuden umgebaut, da ist ganz einfach kein Platz für ein Wandbild, das den Kapitalismus thematisiert.

Künstlerische Freiheit in der Fassadenkunst Berlins

Fassadenkunst greift seit jeher aktuelle Themen auf und polarisiert. Daraus ergibt sich unweigerlich auch die Frage, wie weit die Freiheit des Künstlers bei diesen weit sichtbaren Wandbildern gehen darf und soll. Erst im Juni 2016 hat ein Künstler auf ein Gebäude in Tegel die Flüchtlingskrise thematisiert. Das Bild ist insgesamt 42 Meter hoch und befindet sich in der direkten Nachbarschaft eines Kindergartens. Damit sorgt es für Diskussionen und teils auch Unverständnis, da Gewalt und Grausamkeit hier ohne Tabu dargestellt werden.

Dennoch: Das Bild ist im Auftrag einer Wohnungsbaugesellschaft entstanden und Teil eines größeren Projektes. Den Künstlern werden dabei keine Grenzen gesetzt, solange ethische Grundsätze nicht verletzt werden.

Ein ganz anderes Wandbild befindet sich dagegen an der Frankfurter Allee. Es ist das größte Bild Berlins und hat dem Künstler bereits zahlreiche positive Rückmeldungen eingebracht. Die Straße führt ins Zentrum der Stadt, entsprechend viele Menschen fahren jeden Tag an dem Bild vorbei. Es ist bunt, fröhlich und sorgt für gute Laune, egal wie der Tag aussieht. Das begeistert Passanten und verbessert nach Ansicht des Künstlers die Lebensqualität vor Ort. Als kleiner Junge kannte er das Gebiet und hat vor allem die Trostlosigkeit der Bauten in Erinnerung. Mit der Fassadenkunst wird das graue Alltagsbild unterbrochen und wieder etwas mehr Licht zwischen die Wohnkomplexe gebracht.

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Berlin-Charlottenburg – Neuzeit trifft Geschichte

Berlin-Charlottenburg ist einer der bekanntesten Stadtteile Berlins. Es steht für Klischees, grüne Oasen, Sozialbauten, aber auch Luxusimmobilien. Es ist eines der angesagtesten Viertel der Stadt, aber auch eines mit Geschichte. Hier befinden sich zahlreiche historische Sehenswürdigkeiten, die im Kontrast zu modernen Hochhäusern stehen.

Die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in der Nähe des Bahnhof Zoo verschwindet heute beispielsweise fast völlig hinter der neuen Skyline Berlin-Charlottenburgs. Gleichzeitig entstehen jedoch auch immer mehr Geschäfte und Restaurants im Viertel. Der Kurfürstendamm hat eine eher schlechte Zeit hinter sich, doch er erholt sich inzwischen prächtig. Die Zeit der verwaisten Ladenfronten scheint hinter ihm zu liegen, das Angebot wird wieder bunter und ausgewählter.

Immobilien in Berlin-Charlottenburg

Berlin-Charlottenburg ist ein Bezirk voller Gegensätze. Am Kurfürstendamm gibt es noble Penthäuser, in Wilmersdorf stilvolle Wohngegenden für gut situierte Berliner und in Charlottenburg Nord sowie im Kiez die Sozialwohnungen. Die Mietpreise in Charlottenburg-Wilmersdorf sind höher als im Rest der Stadt. Knapp 3,10 € liegt der Quadratmeterpreis hier über dem des Mietspiegels. Die Mietpreisbremse hat bisher keine Auswirkungen darauf. Dies liegt vermutlich unter anderem am Ruf und an den gehobenen Wohngegenden Charlottenburgs. Viele Hochhäuser bestehen aus Eigentumswohnungen und selbst Neubauten sind hier schnell verkauft. Kein Wunder also, dass der durchschnittliche Mietpreis pro Quadratmeter trotz allem etwas hoch ausfällt. Dem Zustrom des Bezirks schadet es nicht.

Aus diesem Grund gibt es gleich mehrere Bauprojekte in Charlottenburg, um neuen Wohnraum zu schaffen. Oftmals sind die verfügbaren Wohnungen schnell verkauft oder passende Mieter gefunden. Eines von ihnen ist das Projekt an der Karlsruher Straße/ Heilbronner Straße. Auf insgesamt 16 Etagen wird es 150 Eigentumswohnungen geben, die sowohl für Singles wie auch für Paare oder Familien geeignet sind. Die Lage des Neubaus ist hervorragend und nur wenige Minuten zu Fuß vom Kurfürstendamm entfernt.

Berliner Sehenswürdigkeiten in Charlottenburg

Der Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf bietet gleich eine ganze Reihe an interessanten Sehenswürdigkeiten. Wer sich zunächst erst einmal einen Überblick verschaffen möchte, sollte den Funkturm besuchen. Dieser ist ein Pionier in der Radiogeschichte Berlins und bietet gleichzeitig einen grandiosen Blick über Charlottenburg. Er wurde bereits 1926 fertiggestellt und gehört inzwischen zu den denkmalgeschützten Objekten Berlins. Doch er ist nicht die einzige Möglichkeit, um in Charlottenburg hoch hinaus zu gelangen. Auch der Glockenturm in der Nähe des Olympiastadiums bietet einen guten Ausblick.

Wer es historischer mag, kann den Grunewaldturm oder auch das Schloss Charlottenburg besuchen. Letzteres ist zusammen mit seinem Park sowie der Orangerie die größte Schlossanlage der Stadt. Ursprünglich erbaut wurde es als Gartenschlösschen für Sophie Charlotte, die Frau des Kurfürsten Friedrich III. In den folgenden Jahrzehnten und Jahrhunderten wurde das Schloss mehrfach umgebaut und erweitert. Dies spiegelt sich auch in der Architektur des Schlosses wieder, in der die Einflüsse unterschiedlicher Epochen erkennbar sind.

Unweit des Schlosses befindet sich mit Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche noch ein weiteres Wahrzeichen Berlins in Charlottenburg. Sie ist gleichzeitig wohl auch das bekannteste Wahrzeichen der Stadt, wurde jedoch bei der Bombardierung der Stadt im zweiten Weltkrieg stark beschädigt. Nach Kriegsende war nur noch die Turmruine übrig, die auch nicht wiederaufgebaut wurde. Stattdessen fungiert die in ihrem Zustand regelmäßig sanierte Kirche inzwischen als Mahnmal, das an den Krieg und seine Zerstörung erinnert.

Seen in Berlin Charlottenburg

Neben den zahlreichen historischen und architektonischen Sehenswürdigkeiten bietet Charlottenburg diverse grüne Oasen zum Erholen. Der Grunewald ist eine von ihnen und mit dem Königssee ein kleines Highlight im Bezirk. Er ist zwar nur etwa zwei Hektar groß, bietet aber mit seinen sanften Uferlinien die ideale Umgebung für einen entspannten Spaziergang.

Etwas belebter ist es dagegen am Teufelssee. Er wurde im Gegensatz zum Königssee nicht künstlich angelegt und befindet sich mit seinem Nordufer bereits im Teufelsfenn Naturschutzgebiet. An seinen Ufern bieten sich interessante Fahrrad- aber auch Wanderwege oder aber man besucht einen der Badestrände, denn der See verfügt über eine erstklassige Wasserqualität und ist damit ideal für eine nasse Abkühlung an heißen Sommertagen.