Berlin-Spandau wächst weiter

Berlin-Spandau ist ein Bezirk, der insbesondere von Berlinern oft verkannt wird. Für viele liegt er zu weit draußen und ist allein aufgrund seiner Zentrumsferne schon uninteressant. In Spandau ist einfach nichts los, so die oft verbreitete Meinung. Szeneclubs sucht man hier tatsächlich vergebens, doch der Bezirk wartet mit anderen Vorteilen auf. Hier gibt es zahlreiche Seen und Parks, auch die Altstadt mit ihrem Fachwerk ist sehenswert. Der Wohnraum ist bezahlbar und kann wahlweise gemietet oder auch gekauft werden. Dabei gibt es neben Wohnungen auch verschiedene Reihen- oder sogar Einfamilienhäuser im Bezirk.

By A.Savin (Wikimedia Commons · WikiPhotoSpace) (Own work) [FAL or CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

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Die Verkehrsanbindung Berlin-Spandaus ist ebenfalls sehr gut. Der Flughafen Berlin-Tegel ist hier gleich um die Ecke und mit der U7 gelangt man direkt nach Kreuzberg oder zum Kudamm. Wer nicht mit der U-Bahn fahren möchte, kann auch den Regionalexpress nehmen und ist bereits nach nur 14 Minuten mitten in Berlin am Potsdamer Platz. Mit der S-Bahn sind es auch zum Olympiastadion lediglich 10 Minuten. In Spandau lässt sich also durchaus etwas unternehmen, wenn man vor die Tür geht.

Sehenswürdigkeiten in Berlin-Spandau

Berlin-Spandau bietet eine ganze Reihe von interessanten Sehenswürdigkeiten, Parks und diversen Seen. Die Altstadt des Bezirks mit ihren alten Bauten bildet dabei dessen Zentrum, wobei von dem ursprünglichen Charme aufgrund zahlreicher Sanierungen nicht mehr so viel zu sehen ist wie vor dem Zweiten Weltkrieg.

Dennoch befinden sich hier gleich mehrere historische Sehenswürdigkeiten Spandaus. Eine von ihnen ist die dreischiffige St.-Nikolai-Kirche im gotischen Baustil. Sie wurde im 14. Jahrhundert erbaut. Ein ebenfalls sehr bekanntes Gebäude in Spandau ist das Gotische Haus, welches ebenfalls in der Altstadt zu finden ist und heute das stadtgeschichtliche Museum beherbergt.

In Berlin-Spandau gibt es allerdings mehr als nur architektonische Sehenswürdigkeiten. Der Bezirk hat diverse grüne Oasen und einige schöne Seen mit Badequalität. Einer von ihnen ist zum Beispiel der Stößensee, der eigentlich nur eine Ausbuchtung der Havel ist. Er liegt zwischen dem Forst Grunewald und Pichelswerder. Hier sind gleich mehrere Segelschulen und -vereine anzutreffen, sodass insbesondere an den Wochenenden immer einiges los ist.

Wer einen etwas ruhigeren See sucht, der sollte den Sacrower See besuchen. Er steht unter Naturschutz, sodass Angeln und auch Bootsfahren hier verboten ist, sofern man keine Sondergenehmigung besitzt. Rund um den See gibt es jedoch eine wunderbare Wanderstrecke, ideal auch zum Joggen oder Spazierengehen.

Immobilien in Berlin-Spandau

Berlin-Spandau gehört zu den wenigen Bezirken der Stadt, in denen die Mietpreise nicht deutlich gestiegen sind. Tatsächlich gab es hier 2015 noch ein gutes Angebot an Wohnraum mit einem Kaltmietpreis von weniger als 6 € pro Quadratmeter. Dieser ist in vielen anderen Bezirken so gar nicht mehr zu finden. Grund ist das oft sehr geringe Angebot an freien Wohnungen.

In Spandau werden daher neue Wohnbezirke geschaffen. Eines der neusten Projekte ist der Umbau der nicht mehr genutzten, britischen Kasernen in Spandau. Zu ihnen gehören die Brooke-Barracks wie auch die Wavell-Barracks, welche nun saniert und nach Fertigstellung als Wohnraum genutzt werden sollen. Auf dem Gelände der Haig-Kaserne entstehen dagegen vollkommen neue Wohngebäude. Die alten Objekte wurden bereits abgerissen und der Bau der sogenannten „Pepitahöfe“ hat begonnen. Bei ihnen handelt es sich zwar um Mehrfamilienhäuser, dennoch hat die Stadt ein Konzept entwickelt, um den grünen Charme des Bezirks auch hier beizubehalten. Aus diesem Grund wird zum Wohngebiet, neben mehreren öffentlichen Spielplätzen, auch eine begrünte Promenade gehören. Autos müssen komplett draußen bleiben und auf einem der Parkplätze an der Mertensstraße oder in einer der Tiefgaragen abgestellt werden.